Annutschkas 18 Geburtstag
Liebes Tagebuch, endlich ist es geschafft.Annutschka ist 18 geworden! Mit Glanz und Glamour ganz wie es sich gehört. Da Annutschkas Eltern einen Thai-puff in Hamburg betreiben, können sie sich ein Haus mit einer unbewohnten Wohnung im Dachgeschoss erlauben, welche diesen Abend unsere Partylocation sein sollte.
Ich möchte es nicht von vorne rein verurteilen in den Eigenen vier Wänden zu feiern, schließlich tat ich 21 Jahre fast nix anderes. Die Feier von Annutschka hingegen war jedoch ein voller Erfolg, auch wenn mir viele der Gäste vollkommen fremd waren.
Der Sektempfang lies nicht auf sich warten, trotz der Stunde die ich zu früh kam. Annutschka war gerade noch intensiv dabei, unter der Dusche ihre letzten Hemmungen zu verlieren, doch sie verhielt sich souverän. Sie bediente, verführte und annimierte alle Leute die Probleme mit Verspätungen hatten mit Jägermeister und Doppelkorn.
Als wir endlich vollzählig waren, zählten 12 Personen zu der Abendrunde. Die Mischung war perfekt, denn neben Arbeitslosen, Studenten, Schülern, Prostituierten und Zigeunern hatte sich das ganze Fussvolk zu einem lustigem Haufen vermischt.
Wir tranken und speißten wie die Götter, selbst gemachter Nudel- und Kartoffelsalat, Bockwürstchen, Eis mit Wodkageschmack, Mettigel mit Salzstangen (welchen ich mitgebracht hatte), Tomaten-Scharfskäsesalat der schmeckte wie eine Mischung aus Tine Wittler und ner Flasche Karl Lagerfeld, geröstete Baguettes und die absolute Krönung war… Der Geburtstagskuchen, welcher nach dem ausblasen der Kerzen nach Wachs und Jägermeister schmeckte.
Wir verbrachten den Abend ausschließlich bei Annutschka, da wie bereits erwähnt eine Wohnung im Haus frei stand. Wir hätten sogar bis spät in die Nacht gefeiert, hätte der alte Rudi von neben an keinen Herzkasper bekommen, weil unsere Musik so laut war. Aber was erwartet man von einer Wohnung oder einem Haus in einer Gegend, in der das Durchschnittsalter bei 120 liegt.
Der Kicker hat uns im wahrsten Sinne des Wortes den Abend gerettet, denn als Schoki und Bignose, so waren für diesen Abend ihre Spitznamen, gemeinsam kotzen gingen, war die Stimmung im Arsch.
Nicht mal Peter vermochte mit seinen geschickten Händen, – in Sachen Cocktailmischung und Kandiszuckerverteilung zwischen den Zähnen- , die Pointe für sich zu entscheiden. Wir kickerten über die Kotz- und Brechgeräusche hinaus und verdrängenten sie total, bis zu dem Zeitpunkt als Shoki dass Taxi vollkotzte, welches ich bezahlt hatte.
Der Abend war gelaufen. Ich muss allerdings sagen… Gott sei dank, denn wäre es noch weiter gegangen, hätte ich bestimmt etwas mit Ivan angefangen.
Dein Knut
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