Liebes Tagebuch, meine Strategiepläne sind fertig.
Ich habe probehalber schon bei Mutter einen sehr effizienten Schritt in Richtung Arschlochseins getan, hatte jedoch mit den Konsequenzen nicht gerechnet. Sie schnitt mir die Haare, als ich sie versuchte herablassend zu behandeln. Jetzt laufe ich mit einem Halbseitenscheitel Links und einer kahlen rechten Kopfhälfte rum. War nicht so gut. Als nächstes probierte ich es in einigen Internetchats, was eine langjährige Sperrung zur Folge hatte. Die letzte mir noch ersichtliche Möglichkeit meinen Charakter möglichst prägend zu definieren, lies ich in dem Onlinegame Metin2 ab. Arschlöcher etablieren sich oft über Pc Spiele, Kurt Beck und Schäuble zB. reagieren sich Zuhause über Killespiele ab, Reiner Kallmund spielt im Internet einen Hochrangpositionierten Fussballmanger und kauft die guten Spieler auf und Paris Hilton hat garantiert die 3D Sexvilla auf ihrem Laptop und ich? Ich spiele Metin2 und verarsche Anfänger und benutze unfaire Mittel um an die Spitze zu kommen, so trägt jeder sein Laster. Mal schauen wann dort die Sperrung erfolgt. Ich habe langsam keine Lust mehr auf Arschlöcher. Es regt mich langsam nur noch auf, wie schwer es doch ist, so richtig scheiße kacke und hundsgemein zu sein und ich glaube ich bin von nun an wieder lieb und verteile täglich Schokolade, schenke Obdachlosen meine Socken und spende regelmäßig für die Altkleidersammlung, ich werde Steve im Krankenhaus besuchen, ohne ihn dabei mit dem Rollstuhl die Treppen runterfallen zu lassen und in der Schule freundlicher gucken und mein “Sozialamt-Schild” wieder aufstellen.
Ich hoffe diese Art von Charakteristik kommt besser an!
Gute Nacht, Dein Knut
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