Tagebucheintrag 138. 17.11.2007 20:31

Posted: 17th November 2007 by Knut in Das Tagebuch des Knut

Arschenkalt ist es in Deutschland, aber immer noch wärmer als in Tschechien.
Liebes Tagebuch,
Ich freue mich echt wieder Zuhause zu sein.
Heute nach dem erwachen Griff ich automatisch zu meinem Lieblingsgegenstand. Rund, geschmeidig, Handlich wie ein Baseballschläger. Ich umschloss ihn fest und fing langsam an zu drehen solange, bis sich der Wärmeregulierenden Heizungsdrehgriff auf 5 befand.
Dann griff ich mir in die Hose und tat das was ein Mann morgens, kurz nach dem aufstehen tun muss.
Ich spürte förmlich wie sich die kalten Steinwände meines Zimmers mit warmer Luft füllten.
Mein Gott was hab ich gestern nur alles gegessen, es roch nach verdorbenem Fleisch, Verwesung und verdorbenen Eiern. Sooo übel. Ähnlich wie der Gestank verhielt sich auch die Wärme nach einiger Zeit. Sie verflog. Ich fasste an die Heizung und merkte, dass sie immer noch kalt war.
Ich versuchte noch einmal den Wärmeregulierenden Heizungsgriff zu drehen, dieses mal kräftiger.
Er brach ab. Ich stand auf und stellte fest, dass meine Heizung wohl zu viele Luftkämmerchen hatte, die sich im Laufe der Jahre scheinbar gefüllt hatten.
Und was tut man wenn in der Heizung zuviel Luft ist? Genau, man lässt Dampf ab. Blöd das ich es zum ersten mal in meinem Leben machte.
Ich drehte also soweit bis die heiße Luft entwich. Es roch vermodert. Nach 3 Minuten stellte ich fest, dass sich kein Wasser mehr in meiner Heizung befand. Ich ging also mit einer Gieskanne bewaffnet in den Keller und schüttete ca 19 Liter, wovon 15 scheinbar zuviel waren, in den Kessel. Er wollte und wollte nicht voll werden!
Als ich in ich mein Zimmer zurückkehrte, erschrak ich sehr. Ich hatte vergessen den Hahn zu zu drehen, und das Wasser schoss mit einer enormen Geschwindigkeit aus dem kleinen Loch. Meine Wand schien zu destillieren, an der Decke befand sich Wasserdampf. Mein Zimmer hatte sich in eine Sauna verwandelt. Sofort dachte ich an meinen Rechner, schloss die Kabel ab und rannte damit aus dem Zimmer, wobei ich allerdings über die Türschwelle stolperte und den Tower in der Vasensammlung meines Vaters versenkte.
Er ist allerdings heile geblieben, was man von den Vasen allerdings nicht behaupten kann.
Der Kurzschluss lies nicht lange auf sich warten. Es war einfach nur noch wütendes Chaos.
Nachdem ich mir den Weg durch die Nebelschwaden gebahnt hatte, Konnte ich die Heizung endlich ausmachen und anfangen Ordnung zu schaffen, gerade bin ich fertig geworden. Ich kotze echt, der ganze Tag gelaufen. Meine Kleidung ist durchnässt, meine Mehrfachsteckdosen sind verschmort und auf meinen Wänden befindet sich das kalte Grauen.
Ich geh jetzt was essen ich hab nämlich genug von meinem Zimmer jetzt, aber ich bin ja nicht aggressiv. Ich bin ruhig und entspannt! Langsam einatmen bis 10 zählen… 1..2…3…4….5…..6……7…….8……..9………10 und wieder ausatmen
Gute Nacht du Arsch!

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