Liebes Tagebuch, heute Morgen wachte ich schweißgebadet auf, hatte die Nacht kein Auge zugetan nachdem ich aufschreckte, ich hatte einen grausamen Traum, über Kurt und mich.
Kurt flehte mich an ihn zu retten doch ich konnte nicht, ich wollte ihm aus dem Altglaskontainer helfen doch ich schnitt mir im Traume nur die Arme auf und sank blutend und weinend zu Boden.
Ich wollte nicht mehr einschlafen. Dementsprechend sah ich den morgen aus und dementsprechend übersah ich nicht nur den Türrahmen vor meiner Stirn sondern auch die Treppe vor meinen Füßen. Als ich mich vom ersten Schock erholte hatte, schenkte ich mir Kaffee ein welcher allerdings nur aus Kaffeepulver bestand, da meine Mutter vergessen hatte Wasser in die Kaffeemaschine zu füllen. Bemerkte ich leider erst nach dem 11. Schluck als die Tasse leer war und ich ein leichtes Kratzen im Hals vernahm. Den ganzen Tag lang quälte mich dieser Alptraum.. Ich beschloss all das Leergut beisammen zuschaffen und zum Altglaskontainer zu gehen an dem ich Kurt vor einigen Jahren unglücklicherweise zurücklies.
Ich schmiss die ersten drei Weinflaschen durch das Loch, da hörte ich die verzweifelten Schreie Kurts. Allerdings hatte ich 3 grüne Weinflaschen entsorgt und keine Einmachgläser. Eine weitere Flasche.. ein weiterer Aufschrei.. ich schmiss zur vergewisserung noch 3 weitere hinein. Danach glaubte ich es wirklich. Es musste wer in diesem Kontainer sitzen. Da mein Handy keinen Empfang hatte ging ich ein paar meter weiter an eine Satellitenschüssel von der aus ich beobachten konnte wie die Altglaskontainer nach wenigen Minuten entleert wurden. Jede Hilfe war zu spät… Aber! Ich hab Kurt seit dem nicht mehr gehört!
Gute Nacht liebes Tagebuch
Dein Knut
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