Tagebucheintrag 83. 17.07.2007 23:59

Posted: 2nd August 2007 by Knut in News

Liebes Tagebuch, wie vermutet war mein Vater nicht sehr erfreut als er die leblosen fische erblickte, allerdings lies es sich nicht rückgängig machen. Ich ahnte eine schlimme Woche der Sanktionen. Meine Erwartungen sollten sich erfüllen. Heute alleine wurde ich nach der Arbeit, in meinem Zimmer eingeschlossen und wurde wie Michel der Schnitzer in seinem Schuppen und über eine Futterluke ernährt. Als mein Vater dann feststellte das ich damit kein Problem hatte, nahm er mir den PC und somit auch mein Sortiment an Heimatfilmen weg. Den ganzen Tag über habe ich die Wände angeschaut und mich gelangweilt. Als ich auf die gloreiche Idee kam durch mein Fenster abzuhauen, fing es an zu regnen, wie konnte es anders sein. Ich trieb mich in der Stadt rum und traf mich mit Trick den ich per Handy in die Stadt orderte. Es kam wie es kommen musste wir endeten in der Kneipe. Was uns nicht bewusst war, war das wir uns geradewegs in eine „Nicht sehr heterosexuellorinierte“ Kneipe gesetzt haben. Klar fielen die vielen komischen Anziehsachen auf wie zB. eine Hose mit lauter Riemen und Maschen die leicht an ein BeinKorsett erinnerte. Oder die überwiegend Ledernen Hosen die einen freien Blick auf einen behaarten Hintern boten. Erst als Trick mich drauf ansprach warum denn um diese Uhrzeit sich nur Männer in der Kneipe befanden wurde mir bewusst…. Frauen trinken kein Bier. :/ Es dauerte nicht lange da setzte sich ein eben so komisch gekleideter wie auch riechender Kerl neben mich. Seine Plauze hing aus einem viel zu kurzem Shirt mit der Aufschrift “Hardrock” und er stank nach Bier und Fisch. Gedanken versunken betrachtete ich seinen Bauch der hin und wieder eigenartig zuckte. Er sah mein Auflachen wohl als Anfeindung und legte seinen nicht gerade weniger korpulenten Arm auf mein linkes Bein. Er schaute mir mit einem Lächeln in die Augen und fragte “wie es denn mit uns zwei hübschen wäre.” Mit einem verneinendem Schmunzeln erklärte ich ihm das ich heute Abend leider noch ein Bild aufzuhängen hätte und leider leider keine Zeit habe. Als ich mich zu Trick umsah, sah ich ihn gerade aus der Tür stürmen.. Kaum hatte ich realisiert in was für einer Aussichtslosen Lage ich mich befand versuchte ich meinen Schlanken Körper zwischen den Fettmassen der weniger hetero denkenden Lebewesen vorbeizuschieben. Doch egal wie sehr ich mich auch hindurchzuquetschen versuchte desto ferner erschien die Tür. Mir kam es vor als würde ich mich gerade zu von der Tür entfernen. Jetzt erst realisierte ich das mich der Rocker mit der Plauze von der Tür wegtrug, sein Blick verriet mir das er den Abend noch viel vorhatte. Ich versuchte verzweifelt und mit tränen- und angst erfüllten Augen mich aus seinem Griff zu befreien. Doch wie sehr ich es auch versuchte es brachte nichts. Er zerrte mich in die Toilette stellte sich dort als Dietmar vor. Als ich ihm sagte das ich mich nur in der Kneipe geirrt hatte brach dieser in Tränen aus und er tat mir schrecklich leid. Was dann geschah liebes Tagebuch ist so unglaublich wie die Tatsache das ich nun Lust verspürte Dietmar zu trösten. Was sich als Fehler herausstellte.
Um 23 Uhr kam ich endlich aus der Kneipe. Dietmar wie ein kleines Hündchen an meiner rechten Hand. Ich hatte mir gerade 2 Stunden lang, Dietmars grauenvolle Vorgeschichte, die Vorgeschichte seiner Eltern, seines Dackels und der Familie seines Dackels angehört und empfand nun ein unglaublich starkes Bedürfnis in mein Bett zu fallen und zu schlafen.
Zuhause bestand Dietmar darauf mir einen “Gutenachtkuss” zu geben um kurz darauf schluchzend zur Kneipe zurückzukehren. Du kannst dir vorstellen wie mein Vater mich anschaute als ich vor der Tür stand. Tja.. so war das. Ich habe meinen Rechner jetzt wieder und konnte dir noch von diesem seltsamen Vorkommnissen erzählen. Und nun werde ich mich auch echt ins Bett legen und das Geschehene hoffentlich verdrängen. Gute Nacht.

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