Aug 25

Unmotivierendes Klima

Veröffentlicht von Knut

Liebes Tagebuch, ich weiß ich sollte lieber an meiner Hausarbeit arbeiten anstatt dir zu schreiben, doch die widrigen Umstände erlauben mir diese Verschnaufpause. Was ich mit widrigen Umständen meine? Lass es mich erklären, vor kurzem ist im Erdgeschoss, der unter altersdementzkranke leidende Deutschrusse ausgezogen, seitdem sind Tag ein Tag aus Handwerker im Haus, die seine Wohnung wieder herrichten. Nun zu der Problematik, dank dem Laissez-fairem Lebensstil des guten Herren, war die Wohnung scheinbar in einem so schlechtem Zustand, dass sie komplett neu saniert werden muss. Nun werde ich jeden morgen um 6.00 Uhr von Kreissägen, Steinbohrern, Vorschlaghämmern und betrunkenen Ivans geweckt. Das ganze Szenario dauert ca. 10 Minuten. Dann wird mit Wodka auf die erste Frühstückspause angestoßen. Weiter gehts bis zur nächsten Pause um 9.00 Uhr – schließlich macht nüchtern Arbeiten keinen Spaß. Erstrecken tut sich dieser Ablauf bis Punkt 16.00 Uhr, dann ist Feierabend und ich könnte anfangen konzentriert an meiner Hausarbeit zu arbeiten, würden nicht die Nachbarsblagen aus der Waldorfschule nach Hause kommen und Lärm machen. Allerdings vertreibe ich diese mittlerweile immer mit ein paar gezielten Steinwürfen.
Sobald meine Motivationsgrenze dann wirklich erreicht wurde, ist es auch schon Nachts. Derzeit haben wir Vollmond, was mich sowieso schlecht schlafen und ziemlich abgedrehte Träume träumen lässt, hinzu kommt jedoch der Köter von schräg gegenüber, welcher scheinbar zum Werwolf wird und die ganze Nacht über rumjault wie ein getretener Pudel.
Stand der Dinge: Die Bücher habe ich hier, gelesen auch schon größtensteils, das Konzept steht und die halbe Gliederung ist fertig! Aber jetzt muss ich auch schon wieder weiter machen, bzw Steine schmeißen, damit ich endlich meine Ruhe habe. Also drück mir die Daumen, dass ich zeitig fertig werde.
Dein Knut

Aug 23

Nun beginnt die Arbeit..

Veröffentlicht von Knut

Liebes Tagebuch, langsam neigen sich die Semesterferien dem Ende zu, und ich habe das gemacht was alle guten Studenten gemacht haben. Mir die Arbeit bis zum Schluss aufgehoben. Daher möchte ich dich um Verständnis und Einsicht bitten, wenn ich dir in der nächsten Woche nicht schreibe, da ich den Kopf mit anderen Dingen voll haben werde.
Hab dank und bis dann.
Dein Knut

Aug 20

News: Bildergallerie

Veröffentlicht von Knut

Liebe Leser, liebe Leserinnen
So eben wurden die Arbeiten an der neuen Fotogallerie abgeschlossen. Dort sind zu nun einige Originalfotos der Knutbuch-Charaktere zu finden – jedoch ohne die dazu gehörigen Knutbuchsynonyme. Denn es wäre wie mit einem gutem Buch und dem schlechten Film dazu. Ihr wärd enttäuscht, weil all Eure Fantasien zerstörrt würden. Im weiterem Verlauf werden natürlich immer mehr Fotos hochgeladen.
In diesem Sinne, vielen Dank an die Technik und
Liebe Grüße
Knut

Aug 15

Unbequeme Nachtruhe

Veröffentlicht von Knut

Liebes Tagebuch, dieses Wochenende werde ich wohl nie vergessen. Sowohl einige Blessuren, Schürfwunden, ein verrenkter Hals, sowie ein steifer Rücken zieren meinen Körper. Jene körperlichen Abnutzungen sind allerdings nicht darauf zurückzuführen, dass ich mir mit Iris, Oleg, (welche mich dieses Wochenende besuchen kamen) Alicia und Larissa im Musikpark A7 die Seele aus dem Leibe tanzte, sondern sie sind viel mehr das Ergebnis einer unbequemen Nacht in einer Baggerschaufel. Ich weiß, es klingt verrückt, doch lass mich weiter ausholen.

Iris und Oleg sind von Freitag bis heute zu Besuch gekommen und hatten sich zum Ziel gesetzt, viel Zeit mit mir zu verbringen, beispielsweise bei einer Sightseeingtour, welche in Zusammenarbeit meiner Koordinationsschwäche sowie meinem Orientierungssinn als Co-Produzent entstand, einer Shoppingtour und eben jenem glorreichem Abschluss im Musikpark A7 Kassel.
Der nette Nebeneffekt ihres Besuches, sie würden endlich meine Wohnung sehen, von der ich immer und überall schwärme, wenn es die Situation zu lies. Jedoch wurden Freitagmorgen bereits Arbeiten veranlasst, den Keller auszuheben, welcher nach einer falsch angeschlossenen Waschmaschine im Schleudergang, voll gelaufen war. Neben einigen LKWs standen also unter meinem Balkon, quasi in meinem Garten, auch andere Baufahrzeuge, so auch der besagte Bagger, mit der nun legendären Baggerschaufel.
Abends gegen 20.00 Uhr sah die Welt noch in Ordnung aus. Wir glühten gemeinsam mit Alicia und Larissa vor. Hopfen und Malz, Schnaps, Korn und andere alkoholische Getränke stimmten uns auf den wilden Tanzabend im Musikpark A7 ein. Welchen ich hier nur kurz anreißen möchte. Er war toll. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt als wir das Taxi verließen und dann, dann ich weiß es nicht.. Filmriss. Folgende Beschreibung ist die Momentaufnahme von heute Morgen.
Es ist völlig absurd, stell dir vor du wachst auf und du findest dich in einer Baggerschaufel wieder, die kleiner ist als du selber. Vor dir in der Kabine sitzt schlafend ein betrunkener Oleg, umringt von Bierdosen und Schnapsflasche. Unter dir – unendliche Weiten und schließlich ein mit Spritzen verzierter Sandkasten. Ringsherum sah ich Sand auf den Grünflächen, ein umgestürztes Motorrad, umgefahrene Zäune und eine Spur der Verwüstung, welche unter meinem Balkon ihren Ursprung fand. Wir haben absolut keine Erklärung für diese Umstände unter denen wir aufwachten, sowohl Oleg als auch Iris, welche auf dem Balkon genächtigt zu haben scheint, können sich an nichts erinnern. Schlussendlich verließen wir jenes Szenario und zogen uns in die Wohnung zurück, wo der Prozess der Ausnüchterung, zumindest bei mir immer noch andauert.

Aug 9

Schreckensfahrt deutsche Bahn

Veröffentlicht von Knut

Liebes Tagebuch, als ich das letzte Mal Kritik an der deutschen Bahn, speziell an der Cantusgesellschaft übte, war mir noch nicht klar, dass es noch schlimmer kommen könnte. Ich berichtete über die total verstellte Klimaanlage, zugige, undichte Fenster und vollexkrementierte Toiletten. Doch was ich gestern erlebte, schießt den Vogel ab.
Es fing damit an, dass der Cantus, welcher mich von Göttingen nach Kassel bringen sollte, zu spät kam und es entwickelte sich dementsprechend schon am Bahnsteig zu einer mittelstarken Katastrophe, als mehrere Dutzend schwarz gekleidete, betrunkene Neandertaler mit langen Haaren, Isomatten und Klappstühlen sich auf der Plattform breitmachten. Lautstark wurde verkündet, dass sie von dem bekanntem Wacken-Festival kamen, einer.. wie soll man sagen, Musikalische Veranstaltung kann man es nicht nennen, da jenes kulturreiche Wort “Musik” im Volksglauben eher mit Klassik in Verbindung gebracht wird.
Wacken ist eine so sinnreiche Veranstaltung, wie jene Namenswahl für dieses Massenbesäufnis unter schlechten Bedingungen, beispielsweise schlechtes Wetter, zugeschissenen Toiletten, vollgekotzte Zelte und öffentlichem Voyeurismus bei schlechtem und teuflischem Bühnengeschreie.
Aber zurück zu meinen Ausführungen. Ich hatte also ein paar dieser volltrunkenen Jugendlichen in meinem Abteil, bzw in den Gängen, denn sofern sie noch auf ihren Klappstühlen sitzen bzw liegen konnten ohne sich festzuhalten, machten sie es sich überall dort bequem, was die vernünftige Gesellschaft als “Durchgang” beschreiben würde.
Während der ganzen Fahrt wurde das Hauptnahrungsmittel eines solchen Festivalbesuchers zu sich genommen – Bier. Was nicht weiter schlimm war, müsste es nicht auf einer einstündigen Fahrt irgendwann auch wieder raus. Mutmaßlich ist deswegen die Masse von ca. 40 Personen auf 25 reduziert worden, da der Schaffner Gott sei dank nicht darauf wartet bis alle Fahrgäste, ihre Notdurft auf dem nicht dafür vorgesehenem Bahnsteig verrichten. Allerdings wurde es dadurch nicht besser, ständig wurden die gleichen Gesprächsthemen durchgenommen, beispielsweise wer mit wessen Freundin wie oft gepoppt hatte, was Anarchie für jeden Einzelnen bedeutet, Warum der Rest der Fahrbahngäste so steif und schwul sei und anderen Kuriositäten, die ich nicht mal anschneiden würde wenn ich mehrere Flaschen Sekt, Wodka und Tequila aus einem Eimer getrunken hätte. In Kassel angekommen, waren noch 6 jener leicht asozial angehauchten Rocker anwesend, wenn auch komatös, schlafend oder in der Eigenen und/oder fremder Pisse sitzend. Gut, dass es diese Art von Festivals nur relativ selten gibt und ich die Bekanntschaft zumindest für dieses Jahr nicht mehr machen muss.

Jul 9

Personenbeschreibungen

Veröffentlicht von Knut

Liebe Leser und Leserinnen, ich hab endlich wieder einige Personen in den Personenbeschreibungen mit aufgenommen. Klick mich!

Knut

Jul 9

Die große Fussballlüge

Veröffentlicht von Knut

54, 74, 90, 2042?

Liebes Tagebuch, wieder einmal ist der deutsche Traum von einem Weltmeisterschaftstitel wie eine Seifenblase zerbarsten.Trotz des 4:0 gegen die argentinischen Gauchos konnte die deutsche Nationalelf, ihrem Müller beraubt, keinen Mut fassen, keine Disziplin herstellen, keine inspirativen Ideen hervorbringen und keine schlagenden Argumente aufweisen um die spanische Elf-Mann-Abwehr zu durch brechen. Dies führte zu dem Ergebnis zu dem es schlussendlich kam, und zwar zu einem euphorischem Sieg für Deutschland! Nein lassen wir die Wahrheits-Verdreherei. Wir haben verloren. Völlig zurecht, völlig zu Gomez. Es ist aus. Wir sind nur die Nummer 2. Okay okay wir sind die drittplatzierten dieser WM.

Aber wie ist das möglich? Ist der Kraken Paule schuld? – Dann schlachtet ihn, verbrennt ihn mit Zigaretten, vierteilt ihn und verfüttert ihn an die Hunde! Mal ehrlich, dass ist doch alles Aberglaube, genau wie der vermeidliche Glückspulli Löw’s den er seit mehreren Wochen nicht gewaschen hat. Hätte er mal machen sollen, dann hätten die Spieler wenigstens seiner Ansprache in der Kabine gelauscht und nicht gehofft so schnell wie Möglich wieder auf den Platz und weg vom stinkendem Löw zu kommen. Ich möchte allerdings ausdrücklich betonen, dass Jogi eine hervorragende, ach vergiss es du hast Gomez statt Kakao gebracht.. !

Viele deutsche wollen es noch nicht wahr haben und greifen zu verschiedenen Verdrängungsmethoden, wie körperliche Gewalt gegen sich selber und Andere, Saufen bis zum Umfallen, Selbstmord oder Hyperventilieren an einem Grad nahe eines Schlaganfalls, in der Hoffnung den Abend mit einem glorreichem 4:0 abzurunden. So versuchte ich auch die Wahrheit zu verdrehen und tat etwas was ich bitterlich bereuen sollte.

Zu meiner Verteidigung ich hatte einige Bier und zusätzlich eine Frust- und Vorglüh- Bier, sowie eine Flasche Wodka als Absacker und einige Wegbiere intus. Nach dem Spiel also gingen Alicia, Simon, Larissa und ich noch zu Simon nach Hause und überlegten wie wir den Schmerz der bitteren Niederlage verdrängen könnten. Doch außer soviel Bier zu trinken, dass wir bis 2014 ins Koma fallen würden, fiel uns nicht ein. Wir tranken also Bier, regten uns noch einige Stunden lang auf, tranken noch mehr Bier und taten dann dass, was bei allen Menschen passiert die zu viel Bier getrunken hatten. Wir hatten hemmungslosen Sex. Nein okay so war es nicht.

Allerdings bleibt mir nicht nur das Spiel zu verdrängen, sondern die peinlichen Karaokeauftritte unserer Gruppe, vorne weg natürlich meine Interpretation von Sarah Kreuz’s Interpretation von Westlife’s “You raise me up”. Daher wirst du sicherlich verstehen, dass ich fast alle anderen Möglichkeiten, die auch nur irgendwie in Betracht kommen könnten eher vorziehe, als die Wahrheit.

Aber auch Larissa und Alicia haben sich keiner ihrer vorgetragenen Stück geschämt. Zumindest nicht an diesem Abend bzw. Morgen, denn es war mittlerweile halb Vier und dementsprechend sauer waren auch die Nachbarn die unsere Karaokeauftritte gar nicht gut fanden und schlussendlich mit einer geladenen Schrotflinte die Tür auftraten und uns den Laptop klauten über welchen wir die Liedertexte ab lasen. Zum Glück muss man sagen, denn ich glaube ich hätte gesungen bis ich wieder Nüchtern geworden wäre. Und das wäre wahrscheinlich erst Morgen gewesen.

Jul 6

Sport ist Mord

Veröffentlicht von Knut

Liebes Tagebuch, ich glaube das letzte mal das ich über Sport berichtet habe, welchen ich Aktiv betrieben habe, war ich noch in der 12. Klasse und hatte keinen Bartwuchs. Wie sich allerdings vergangen Freitag herausstellen sollte, nicht ohne Grund.

Nyomie feierte im Nordstadtpark ihren 14. Geburtstag. Es sollte Gegrillt und Gebechert werden, daher sagte ich sofort zu. Jedoch entwickelte sich der Abend zu einem sportlichem Abendteuer, welches einem Deutschland – Serbien sehr Nahe kam. Denn zuerst spielte ich mit Simon, Larissa und Alicia Fussball, kurz darauf jedoch mit gefühlten 20 kleinen braun gebrannten extrovertierten Schwalbenkönigen, welche das Platzgeschehen bestimmen sollten.
Nach gefühlten 2 Stunden hinter dem Ball herlaufen gab die ältere Generation hingegen auf und wir widmeten uns wieder dem Bier, so wie es sein sollte. Später allerdings spielten wir noch mehrere Stunden Volleyball was ich Larissa und Alicia merklich bedauern würden.

Denn am nächsten Morgen, plagte uns nicht nur der Kater, sondern auch der Muskelkater inklusive dem Sonnenbrand auf den Armen, Beinen, Nacken und im Gesicht. Am schlimmsten hat es natürlich mich getroffen, abgesehen von Alicia’s gebrochenem Zeh und Larissa’s zerrissener Hose. Ich möchte nicht verpassen die Folgende Situation so realitätsnah wie Möglich zu beschreiben:

Ich lag im Bett und öffnete Langsam meine Augen. Ich überlegte ob ich schon aufstehen oder lieber noch weiter schlafen sollte, schließlich war es erst 17:45 Uhr. Ich entschloss mich dazu aufzustehen und mir Frühstück zu machen, doch dann (Ich wusste es zahlt sich aus im Kindergottesdienst aufzupassen) Nun passt der Spruch – “Der Geist war willig, doch dass Fleisch war schwach.” Gut das es nur schwach war, bei den Schmerzen die ich bei jeder kleinsten Bewegung verspürrte, hätte ich eher befürchtet, dass sich das Fleisch von den Knochen löst! Ich fühlte mich wie ein Hilfloser alter Mann. Ein Bewegungslegastheniker mit voller Blase und ohne Beine. Nach 15 Minuten furchteinflößender Selbsterkenntnis über meine Situation begann ich zu rufen, jämmerlich um Hilfe zu rufen. “Hüüüüüllfföööööö, hüüüüllffföööööööööööö” – hörte man im Treppenhaus. Gut das ich neue Nachbarn bekommen habe, die haben direkt die Polizei gerufen, welche sich allerdings lächerlich viel Zeit lies.
So robbte ich also selbstständig ins Bad und überlegte kurz ob es zum Wasserlassen leichter wäre, mich einfach in die Wanne zu wuchten, aber mein Hygieneverständnis siegte glücklicher Weise. Also hievte ich mich gerade, gestützt auf Heizung und Badewannenrand aufs Klo, als laut-krachend meine Tür aufgetreten wurde. Gott sei dank muss man sagen, denn ohne Hilfe der Beamten hätte ich es sicherlich nicht geschafft wieder aufzustehen.

Nun spielt morgen Deutschland und ich habe immernoch Muskelkater, allerdings habe ich die Technik der Fortbewegung perfektioniert und grabe mich jetzt Zusätzlich mit den Zähnen ins Parkett, um meine schmerzenden Arme zu entlasten, außerdem habe ich einen Flaschenzug konzipiert welcher mich morgen durch das Treppenhaus geleiten wird.
Letztlich bin ich gespannt darauf, wie es Larissa und Alicia geht. Aber ich vermute ähnlich. Also vergiss nicht Sport ist Mord!

Jun 20

Weltmeisterschaft 2010

Veröffentlicht von Knut

Liebes Tagebuch, nach den ersten Spielen, welche ich fast alle gesehen habe, steht eins fest. Diese Weltmeisterschaft ist für einige Überraschungen gut. Nicht nur das fast immer die schwächere Mannschaft gewonnen hat, auch die Elfmeter- und rote Kartenrate unterscheidet sich wesentlich von der Weltmeisterschaft 2006. Kurioser Weise, allerdings nur wenn den spanischen Pfeifen die Pfeife in die Hand gegeben wird.
Ich habe mir das Deutschlandspiel vergangenen Freitag auf der Friedrich-Ebert-Straße angeschaut. Wenn man das so nennen kann. Denn viel gesehen habe ich aufgrund der Zeit verzögerten und mit Aussetzern versehenden Übertragung nicht. Außerdem hatte ich die ganze Zeit irgendwelche besoffenen Pisser und Vuvuzelatröten vor mir. Die besten Szenen allerdings konnte ich erkennen, zuerst die Rote für Miro Klose, anschließend das unverdiente 0:1 für die Serben und darauf der verschossene Elfmeter von Lukas Podolski. Weiter ging es mit den 4 Torschüssen von Poldi, eigentlich hundertprozentige Dinger die er daneben haut, ich hatte Hakenkreuze in den Augen und ne Hasslatte in der Hose, das kannst du mir glauben.
Feststellen konnte ich allerdings auch andere Dinge, die sich nicht zwangsläufig auf das Fussballspiel bezogen sondern viel mehr auf die Fans. Ich möchte unterscheiden in folgende Gruppierungen von Fans:

Der Vuvuzela-Fan:
Zum ersten mal in der Fussballgeschichte gibt es bei vielen Public-Viewing Veranstaltungen ein Trötenverbot, zu Recht, denn die aus Afrika importierten Vuvuzelas gehen laut einer Umfrage jedem Menschen auf den Sack, außer denen, die eben rein blasen und dieses unangenehme Wespennestartige Geräusch erzeugen. Ausgeschlagene Zähne, verstopfte Atemwege und verstopfte Analausgänge sind die Folge. Der Vuvuzela-Fan lebt gefährlich, denn jeder möchte ihm die Vuvuzela in den Hals treten und ihm das Rückgrat brechen. Dank der vielen Vuvuzela-Verbote ist diese Fanart bereits kurz vorm Aussterben. Doch viele steigen leider nur auf die Fanfare um.

Die FANfare:
Druckluft Fanfaren kennt jeder. Und eben so wie die Vuvuzelas sind auch deren Klänge höchst unangenehm. Eine Fanfare des Hintermannes hat nicht selten zu einem vor Schreck verschüttetem Bier geführt. Oder auch zu einer, durch gerissene Nervenstränge, Massenschlägerei. Meißt nervt sich der Fan mit seiner Druckluft Fanfare selber, doch er hat sie bezahlt und muss sie nun auch benutzen. Folgende Tipps möchte ich an dieser Stelle geben:

  • Rufe Nachts irgendwelche Leute an und Tröte ins Telefon.
  • Verklebe die Druckmechanik und wirf die Fanfare nachts in einen Hundkotsammelmüllbehälter.
  • Erschrecke alte Damen in der Fussgängerzone.
  • Halte sie dir ans Ohr und teste wie lange es dauert bis der Ton verstummt.

Der Trinker:
Bei einem sind wir uns einig, ein Fussballspiel ohne Bier, ist kein Fussballspiel. Diese Art von Fan ist höchst sentimental veranlagt und hat eine gewisse Affinität zu Alkohol. Jedes Gegentor kann zu einem Totalausfall der handelsüblichen Denkmuster führen. Der Trinker überlebt bestenfalls die erste Halbzeit, bevor er entweder von den Vuvuzelas oder aber den Fanfaren so genervt ist, dass er ausrastet und alles kurz- und klein schlägt oder aber vollgekotzt am Rande der Veranstaltung seinen Rausch ausschläft.

Der Kommentator:
Oft verachtet und gehasst sind auch die Kommentatoren, jene Fans die alles besser machen würden, wissen wie man den Gegner bezwingt, wen man wann bringen muss um den Sieg zu erringen. Oft mals gerät der Kommentator-Fan mit dem Trinker aneinander, vermehrt in der ersten Halbzeit, versteht sich. Der Kommentator redet auch noch Wochen später von den Trainerfehlentscheidungen und sollte sich am besten für den Trainerposten bewerben. Im Falle eines Sieges, ist der Kommentator auch nicht glücklich, da er an jedem Spieler Kritik übt und ein besseres Ergebnis erzielen würde, hätte er nur die Entscheidungsgewalt gehabt.

Die Emotionalen:
Die emotionalen Fussballfans sind mir die liebsten. Da es überwiegend Frauen sind, bei jedem Freistoß, bei jeder Ecke, bei jedem Strafstoß fangen sie an zu schreien, beschimpfen den Schiri und rasten total aus. Die Besonderheit an dieser Fangruppierung ist, dass sie keine Ahnung von den Spielregeln haben, geschweige denn wissen was Abseits ist, wieso der Torwart ein anderes Trikot tragen darf, wieso man nicht mit 2 Bällen spielt, warum es Verlängerungen gibt und wer eigentlich in welche Richtung spielt. Am Ende muss geweint werden! Egal ob gewonnen oder verloren, schließlich weiß diese verhaltensoriginelle Fanart nicht für wen sie eigentlich sein sollten. Oft liegen auch die Emotionalen am Ende neben dem Trinker an den Schaufenstern und bekotzen ihre eh schon vollgekotete Hose.

Der Hooligan:
“Wir sind keine Fussballfans, wir sind deutsche Hooligans!” diesen Satz hört man auf jedem Public-Viewing. Doch schaut man sich genauer an, wer da schreit kann man eigentlich nur laut loslachen. Der Altersdurchschnitt dieser Gruppierung liegt bei unter 14 Jahren. Dünne Ärmchen mit Apfelschorleflaschen in den Händen und fehlender Bartwuchs zieren diese Art von Fan’s, welche im Falle einer Schlägerei zwischen den Trinkern und Trötern weinend das Weite suchen um anschließend  in ein tiefes emotionales Loch fallen und diesen Schock nie verarbeiten werden.

Jun 15

Abschlussfeier Göttingen

Veröffentlicht von Knut

Liebes Tagebuch, selten hab ich eine Abschlussfeier erlebt, die soviel Vorbereitung brauchte und von so kurzer Dauer war.
Es war die Abschlussfeier von Annutschka, Peter und Oleg, sie hatten nun nach mehrfachem wiederholen die 10. Klasse endlich bestanden und ihren Realschulabschluss bekommen. Die Feier sollte um 18 Uhr beginnen, was für Realschüler normal ist, so stellte ich fest, denn sowohl auf einem Abiball, als auch einem Hauptschulbesäufnis wohnte ich bereits bei. Zu vermerken bleibt, je höher die Bildung desto später die Party. Dementsprechend kam ich um 22 Uhr endlich am Naturfreudenhaus, einem ordinärem Puff für Üffis, auf dem Holtenserberg an, und erfreute mich der elustren Gesellschaft, welche schon 7 Kisten Bier, ca. 12 Flaschen Schnapps und 3 Eimer Boule verköstigt hatten.
Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, die Musik war hervorragend, das Wetter war beständig, alles war Perfekt. Bis die Stimmung auf einmal umschlug. Einer (aber was für ein Tier) der mir bereits vorgestellten Alkoholleichen (Ich habe den Namen verdrängt, er war A zu schwierig und B erfährst du gleich..) sorgte für Bombenstimmung als er komplett besoffen den Biertisch auf welchem er sich kurz zuvor erbrochen hatte um stieß, er stand auf, schlug um sich, großes Geschrei, Panik hier – weinende Mädels dort, ich wusste im ersten Moment nicht wie mir geschah, bis ein Stuhl einen halben Meter an mir vorbei flog.
Ich reagierte instinktiv und rief Admiral Stinger bei der Bundeswehr an.
Allerdings nur weil ich mich verwählt hatte, jeder der schon einmal in einer Paniksituation war, kennt diese Blackoutsituation. Nachdem ich endlich beim ADAC gelandet bin, welche mich zum Rettungsdienst und anschließend darauf zur Polizeidienststelle verbunden hatten, konnte ich um Hilfe rufen. Inzwischen hat der Typ nicht nur den kompletten Außenbereich zerstört, sondern auch einige Partygäste durch die Luft geschmissen. “Wir müssten handeln!” Sagte der Typ am Telefon in seinem bequem vollgefurztem Sessel. Und wir handelten. Peter und irgend so ein anderer warfen sich auf ihn und drückten ihn zu Boden. Doch er war zu kräftig. Gott sei dank kam kurz darauf die Polizei zur Hilfe, nachdem sie ihren Dienstwagen wieder aus dem Graben gezogen hatten, in welchen sie bei der Eile fuhren. Sie fixierten ihn mit Handschellen, Maulkorb und versetzten ihm Elektroshocks doch das alles half nicht, plötzlich lief dieser Koloss grün an sein Hemd spannte sich auf dem Rücken bis kurz vor dem zerreißen und dann geschah es, er kotzte der Polizistin mitten auf den Schoss. Einige Minuten und 5 Polizisten und 2 Notärzte später haben sie diesen Hulk endlich auf einer Trage fixiert, mit Hand- und Fußfesseln, Gürteln und Kabelbindern. Er war unter Kontrolle. Und nun konnte der Abend für mich beginnen, wie er für den Hulk in naher Zukunft beginnen wird. Das Zimmer aufräumen, fegen & wischen, spülen, Küchendienst, Hofausgang und anschließend Schlafen gehen.
Eine solche Abschlussfeier, hat ihren ganz eigenen unvergesslichen Charakter!